Die Erkrankung: Leukämie

Leukämie – auch oftmals als Blutkrebs bezeichnet - ist eine Erkrankung des blutbildenden Systems.

Entartete weiße Blutzellen bei akuter LeukämieLeukämien zeichnen sich durch stark vermehrte Bildung von weißen Blutkörperchen aus. Diese Leukämiezellen breiten sich im Knochenmark aus, verdrängen dort die übliche Blutbildung und treten in der Regel auch stark vermehrt im peripheren Blut auf. Sie können Leber, Milz, Lymphknoten und weitere Organe durchdringen und dadurch ihre Funktion beeinträchtigen.
Durch die Störung der Blutbildung kommt es zur Verminderung der normalen Blutbestandteile, wie Sauerstoff transportierende rote Blutkörperchen, blutungsstillende Blutplättchen und funktionstüchtige weiße Blutkörperchen.

Erste Symptome

Folgen sind Symptome wie Blässe, Schwäche, Blutungsneigung mit spontanen blauen Flecken und stecknadelkopfgroßen Blutungen in der Haut, Anfälligkeit für Infektionen mit Fieber sowie geschwollene Lymphknoten, Milz- und Lebervergrößerung und manchmal Knochenschmerzen. In Abhängigkeit vom Verlauf unterscheidet man akute und chronische Leukämien.

Akute Myeloische Leukämie (AML)

Akute Myeloische Leukämien wie in Andreas Fall sind lebensbedrohliche Erkrankungen, die unbehandelt in wenigen Wochen bis Monaten zum Tode führen. Chronische Leukämien verlaufen meist über mehrere Jahre und sind im Anfangsstadium häufig symptomarm.

Grundlage der Behandlung von Leukämien ist die Chemotherapie. Weitere Behandlungsmöglichkeiten sind u.a. die Hochdosistherapie mit autologer Stammzellinfusion und die Knochenmark- bzw. Stammzelltransplantation, welche bei Andrea die einzige Heilungschance darstellt.